22.02.2026 -
Dachse reisen zum Schlusslicht nach Herrsching
H1 wollen den dritten Sieg in Serie
Nach einer Woche Faschingspause meldet sich die H1 zurück im BOL-Spielbetrieb. Am kommenden Sonntag geht es im Derby gegen die Herrschinger Reserve. Anwurf in der Herrschinger Nikolaushalle ist um 18:30 Uhr.
Es geht langsam in die finale Phase der Saison. Sechs Wochen lang heißt es in den meisten Amateurligen Bayerns nochmals „Matchday“, bevor die Spielzeit dann am letzten Märzwochenende endet. Der Beginn des letzten Saisondrittels führt die Dachse an den Ammersee zum Derby gegen Herrsching II.
Im Vorfeld zur Partie der H1 findet das Top-Spiel in der Herren-Oberliga statt. Die erste Garnitur der Herrschinger, mit den Weilheimer Eigengewächsen Tim Spiegler und Ben Rösler, die eine Liga höher spielt, empfängt den TSV Ottobeuren zum Spitzenspiel Erster gegen Zweiter. Beide Teams haben berechtigte Hoffnung auf den Aufstieg oder zumindest die Relegation für die Regionalliga. „Das werden sich sicher auch von uns einige ansehen, denn solche Spiele versprechen ein gutes Niveau.“, ist Trainer Wolf sicher.
Während die Herrschinger Erste den Platz an der Sonne inne hat und um den Aufstieg spielt, könnte die Situation vom Gegner der Dachse, der Reserve des TSV Herrsching, kaum konträrer sein. Der zweite Aufzug des Rivalen vom Ammersee steht in der BOL auf dem letzten Platz, hat seit Mitte Januar die rote Laterne in der Hand und bracht dringend Punkte um noch ein Wörtchen um den Klassenerhalt mitzureden.
Im gegnerischen Lager scheint man die Hoffnung bereits seit ein paar Wochen aufgegeben zu haben. Vor knapp drei Wochen war im Starnberger Merkur zu lesen, dass man bei der TSV-Reserve wohl kaum noch daran glaubt das rettende Ufer noch erreichen zu können. Grund dafür ist laut deren Trainerteam auch die Trainingsbeteiligung und Motivation.
Zwei Punkte, von denen auch die Übungsleiter an der Ammer noch ein Lied singen können. Die Dachse selbst stecken in einem solchen Tief über weite Strecken des Januars auch. Geringe Trainingsbeteiligung und Motivation führten zu drei Niederlagen gegen Abstiegskandidaten. Vor knapp drei Wochen beim Auswärtssieg in Gilching fand man zu seiner Einstellung wieder zurück und vergoldete den Auswärtssieg bei den Falken mit einem Heimsieg gegen die Reserve der Brucker Panther vor der einwöchigen Spielpause, die dieses Motivationshoch nicht gebrochen haben soll, hofft man bei den Weilheimer Trainern. Schließlich soll am Sonntag der dritte Auswärtssieg und zeitgleich der dritte Sieg in Serie folgen. Ein Lauf, der den Kreisstädtern nur zu Beginn der Saison gelang und das auch nur teils aus eigener Kraft, da bei einem dieser Spiele der Gegner aus Sonthofen nicht antrat. Dieses Wochenende will man das endlich mal aus eigener Kraft schaffen. Dazu sei zu erwähnen, dass die Dachse bislang in der Rückrunde nur gegen Teams von Platz 7 abwärts gespielt haben. Einzig die auf dem letzten Platz stehenden Herrschinger fehlen noch und kommen nun dazu. Danach steht das anspruchsvolle Restprogramm mit den stärkeren Teams der BOL an.
Dass man beim TSV Herrsching II die Saison nun einfach austrudeln lässt und nur noch auf das Ende und den Abstieg wartet, daran glaubt die Weilheimer Kommandobrücke bei Weitem noch nicht. Zwar beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer für die Herrschinger Reserve aktuell sechs Punkte, aber „sie haben bislang auch überwiegend gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte gespielt. Die direkten Duelle mit den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf kommen noch“, weiß Trainer Leppert. „Wenn wir nach Herrsching fahren und meinen, die schenken uns einfach die Punkte, wären wir wahnsinnig naiv. Die werden jetzt sicher nochmal versuchen, alles für die restlichen Spiele zu mobilisieren.“, ist sich auch Wolf sicher.
Zudem konnte man sich beim der klaren Sieg im Hinspiel (43:27) mehr oder minder sicher sein, dass keine Spieler aus der ersten Mannschaft dabei sein würden, weil diese fast parallel ihr Hinrundenduell in Ottobeuren austrugen. Diesmal könnte das anders werden, wie auch die Vergangenheit zeigt, als immer wieder Akteure aus der Oberligamannschaft zuletzt aushalfen. Und auch so tat man sich ja lange schwer. „Wir haben in der ersten Halbzeit vor allem eine schludrige Deckung gespielt und uns einige unnötige Gegentore eingefangen. Herrsching hat, ob der dünnen Personaldecke lange gut mitgehalten“, so Leppert über das Hinspiel. Erst ein Lauf zu Beginn des zweiten Durchgangs sorgte für klare Verhältnisse. Zudem taten sich die Top-Teams Gröbenzell und Kempten, sowie alle Teams aus dem Mittelfeld in Herrsching lange Zeit schwer.
„Wir müssen wieder unser Spiel spielen, von Anfang an emotional sein, zeigen, dass wir die Punkte aus Herrsching mitnehmen wollen und mit der gleichen Intensität und Leidenschaft rangehen, wie zuletzt.“, gibt Leppert klar die Richtung vor.
Personell wird man hierbei leider wieder auf eine Reihe von Spielern verzichten müssen. Fabian Löffler und Julius Krause weilen im Urlaub, Korbinian Wimmer wird aus privaten Gründen fehlen und auch Lukas Schwendele plagt eine Schulterverletzung. Dafür kehrt Emil Ganguin wieder zurück. Nach überstandenem Armbruch und erfolgreichem Belastungstest in der A-Jugend soll der aktuell noch kränkelnde Youngster am Wochenende wieder in den Spieltagskader zurückkehren, ebenso wie der frisch gebackene Vater Max Osthöver.
Der BOL-Spieltag im Überblick:
Die interessanteste Frage ist im Vorfeld des Spieltags eigentlich, ob die Meisterschaft der SG Kempten-Kottern vertragt wird. Das haben der TSV Landsberg (4.), die HSG Würm-Mitte (3.) und die HSG Gröbenzell-Olching (2.) in der Hand. Alle drei können die Allgäuer zumindest theoretisch noch abfangen, wobei mindestens einer von ihnen gewinnen muss. Betont sei hierbei jedoch so oder so die theoretische Chance des Abfangens, da Landsberg (Samstag ab 18:00 Uhr beim 6., der HSG Isar-Loisach) und die HSG Würm-Mitte (Samstag ab 19:30 Uhr zuhause gegen den 11., TSV Partenkirchen) bereits 10 Punkte Rückstand auf SG Kempten-Kottern haben. Gröbenzell, die am Sonntag ab 17:00 Uhr den Tabellenführer zum Topspiel empfangen, sind sogar bereits 11 Punkte im Rückstand. Am Samstag werden ab 18:00 Uhr noch Big-Points im Abstiegskampf vergeben, wenn der TSV Gilching (10.) die SG Kaufbeuren/Neugablonz (8.) empfängt. Am Sonntag lädt dann noch die Reserve des TuS Fürstenfeldbruck (7.) ab 12:15 Uhr den TSV Sonthofen (9.) zum Duell in der Wittelsbacherhalle, bevor ab 18:30 dann die Dachse (5.) und die Herrschinger Reserve (12.) den Spieltag beschließen.
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