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mD3 mit positivem Start ins erste Turnier

11.01.2026 - Sieg und Niederlage für neuformierte D3

Die zur Rückrunde nachgemeldete D3 hat am vergangenen Sonntag ihr erstes Turnier der Rückrunde gespielt. Im Duell mit Gastgeber Wörthsee musste man sich geschlagen geben, konnte aber mit einem klaren Sieg im Derby gegen Peißenberg auch das erste Erfolgserlebnis verbuchen.

Es war für Trainer Luca Kessel doch ein Start ins Ungewisse, als er mit der neuformierten D3 am Sonntagmorgen nach Wörthsee aufbrach. In der dortigen Grundschulsporthalle trat er dann mit einer blutjungen Mannschaft an. Die Hälfte des zehnköpfigen Kaders bestand aus E-Jugendlichen, die andere Hälfte waren alle aus dem Jahrgang 2014. „Das ist auch unsere Philosophie bei der D3, dass wir hier immer mit Akteuren auflaufen wollen, die in der nächsten Saison auch noch in der D-Jugend spielen.“, so der Trainer.
Da Torwart Niklas am Spieltag krankheitsbedingt passen musste, hatte man keinen etatmäßigen Keeper dabei. Kurzfristig erklärte sich Michi bereit den Job zwischen den Pfosten zu übernehmen und sollte hierbei einen starken Job machen. Der Fokus lag für die Jungdachse vor dem Turnier klar auf der Abwehrarbeit. „Wir wussten im Vorfeld schon, dass wir aufgrund der vielen jungen Akteure, die teils ihr erstes Turnier spielen oder auf ungewohnten Positionen spielen mussten, im Angriff mehr Fehler machen würden. Ich hab den Jungs auch klar gesagt, dass wir uns das leisten können, wenn wir eine gute Abwehr stellen.“, so Kessel.

Im ersten Spiel gegen Peißenberg legte die „Dritte“ gleich eine fulminante Anfangsphase in der Defensive hin. Michi konnte einige Bälle des Lokalrivalen stark entschärfen und es gelang den Jungdachsen immer wieder clever die Bälle herauszuspielen. Besonders Debütant Mattis konnte auf der Position des Abwehrchefs einige Ballgewinne verbuchen. So konnte man Peißenberg bis Mitte des ersten Duchgangs das erste Erfolgserlebnis verwehren. Offensiv entwickelte sich das Spiel, wie zu erwarten, noch sehr fehlerbehaftet. In vielen Situationen agierte man einfach zu hektisch, wollte zu schnell die Torchance erzwingen, agierte bei den Pässen noch zu schludrig. In der Abwehr war man nach Paraden des eigenen Keepers oft noch zu unaufmerksam, sodass die Abpraller noch zu oft an Peißenberg gingen oder man warf den Ball zu überhastet weg. Dennoch war vor allem die Defensivarbeit Trumpf in dieser Partie. Peißenberg fand nie so richtig Zugang zum Spiel, da die Jungdachse defensiv sehr clever agierten. Offensiv wurde das Spiel nun auch deutlich besser. Man traute sich nun mehr in die Zweikämpfe und kam so immer wieder zu Toren oder erzwang, so wie Samu, auch Zeitstrafen der Peißenberger. Die Partie lenkte über weite Strecken mit Tim ein E-Jugenlicher, der es jedoch verstand das Spiel offensiv schnell zu machen, obgleich das auch hier und da zu Fehlpässen führte. „Ich fand es trotzdem gut, dass er das macht. Ich wollte sehen, dass die Jungs mutig nach vorne agieren und da gehört das schnelle Spiel auch dazu. Die Fehler werden mit der Erfahrung, die er in der D3 sammeln kann, sicher auch weniger.“, befand der Trainer. Über 0:3 und 1:6 setzte man sich beim 2:8-Halbzeitstand erstmals auf sechs Tore ab. Die genannten Punkte der Hektik und Ungeduld vorne wie hinten monierte Trainer Kessel vor Beginn des zweiten Durchgangs.

Im der zweiten Halbzeit kamen die Jungdachse besser und zielstrebiger auf’s Feld zurück und konnten sich schnell auf 2:10 absetzen. Die überhasteten Abschlüsse blieben jedoch weiter ein Problem, dass es zwar verhinderte sich weiter abzusetzen, jedoch gab es trotz der munteren Rotation keinen Leistungseinbruch in der Defensivabteilung der Dritten. So konnte man den Abstand zu Peißenberg durchgehend zwischen sieben und neun Treffern halten. Nach 20 Minuten gelangen Mattis per Doppelschlag seine ersten D-Jugendtreffer. Die letzten Minuten dann standen bis auf eine Ausnahme ausschließlich E-Jugendliche auf dem Feld, die das Spiel souverän nach Hause brachten. Am Ende setzte mit Lukas auch einer von ihnen beim 7:16 den Schlusspunkt. Nach Anrechnung der Torschützen hieß es dann verdient 12:23 für die dritte Garnitur der Jungdachse.

Im zweiten Spiel ging es nun gegen Wörthsee. Trainer Kessel warf die Rotationsmaschine an und gab nun den Akteuren, die im ersten Spiel zu Beginn auf der Bank saßen, den Vorzug. „Jeder der Jungs soll mal von Anfang an spielen dürfen. Das gehört in Punkto Wertschätzung auch einfach dazu.“, so der Coach. Prompt gelang mit Debütant Felix dem jüngsten Akteur auf dem Feld (Jahrgang 2016), gleich sein Tor. „Er hatte schon im ersten Spiel einige gute Aktionen. Es hat mich gefreut, dass er sich diesmal belohnen konnte.“, so Kessel, der insgesamt aber eher schlechte Laune in der ersten Halbzeit gehabt haben dürfte. Sein Team präsentierte sich nämlich, anders als noch im Spiel zuvor, sehr schläfrig, machte offensiv viele Fehler. Zudem scheiterte man mit einigen guten Chancen am starken Torwart des SC Wörthsee. Auch defensiv agierte man insgesamt zu zaghaft, packte kaum noch zu. Vermutlich waren die Gastgeber von den vielen Freiheiten, die die Jungdachse ihnen gewährten, selbst zu überrascht, denn dank deren technischer Fehler blieben die TSV-Spieler bis zur Pause beim 3:7 noch einigermaßen in Schlagdistanz, ließen jedoch nur selten, wie beim 3:6 durch Nepomuk, ihre Klasse aufblitzen. Trainer Luca Kessel zeigte sich zur Pause enttäuscht, vor allem vom Kampfgeist, wo die Akteure sämtliche Tugenden vermissen ließen.
Das besserte sich im zweiten Durchgang dann. Auch, wenn man weiter einige gute Chancen ungenutzt ließ, gingen die Köpfe nun nicht runter. Samu schaffte es im dritten Anlauf dann, sich auf die Anzeigetafel zu bringen. „Das hat er sich verdient gehabt, auch, wenn er hart für den Treffer arbeiten musste. Ab da lief es dann auch besser bei ihm und er hatte noch viele gute Aktionen“. Im hektischen Hin und Her jedoch verlor man zu oft nach harter defensiver Arbeit oder Paraden des wieder erstarkten Keepers Michi den Ball. So konnte man nicht mehr entscheidend verkürzen und Wörthsee gewann am Ende verdient mit 8:13 (14:19 nach Torschützen).

Dennoch zeigte sich Trainer Luca Kessel im Nachgang zufrieden: „Die Hälfte des Kaders bestand heute aus E-Jugendlichen und die D-Jugendlichen standen in der Hinrunde noch oft im Schatten anderer Spieler. Alle mussten heute Verantwortung auf dem Feld übernehmen. Klar habe ich sie da heute ins kalte Wasser geschmissen, aber sie haben das bravourös gemeistert. Wir haben heute vor allem in beiden Spielen insgesamt sehr gut verteidigt und Michi hat echt stark gehalten. Jeder Feldspieler hat ein Tor erzielt. Zudem waren da viele gute Aktionen dabei, wo man schon in die Detailarbeit gehen kann, da auch die E-Jugendlichen technisch schon echt gut für das Alter ausgebildet sind. Dass da noch Fehler passieren ist klar, aber da muss man den Jungs einfach Zeit geben. Sie waren am Ende sicher auch platt, da sie ja bislang immer höchstens 10-15, statt wie heute 20-25 Minuten pro Spiel hatten. Auch das spielt mit rein, aber wir haben meiner Ansicht nach trotz der Niederlage einen, für die Erwartungshaltung an eine D3, positiven Start gehabt.“

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