TSV WEILHEIM - HANDBALL

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H1 startet mit Oberlandderby ins neue Jahr

10.01.2026 - Jahresauftakt unter der Zugspitze

Die Winterpause in der BOL neigt sich dem Ende entgegen. Die Dachse sind am morgigen Samstag beim TSV Partenkirchen im Einsatz. Beim noch sieglosen Vorletzten will man im Derby einen erfolgreichen Jahresauftakt feiern, ist sich über die Schwere der Aufgabe jedoch im Klaren. Anwurf ist im Werdenfels-Gymnasium zu Partenkirchen um 18:00 Uhr.

Mit einem ganz besonderen Duell geht es für die Dachse ins neue Kalenderjahr. Erstmalig empfängt der TSV Partenkirchen die H1 des TSV Weilheim zum Oberlandderby. Somit reisen die Dachse zeitgleich zum südlichsten Auswärtsspiel dieser BOL-Saison ins Zugspitzland, in einen Ort, der in erster Linie für Wintersport und Wintersportler bekannt ist. Vor 10 Tagen fand hier das traditionelle Neujahrsspringen der Vierschanzentournee statt. Die kürzlich verstorbene Laura Dahlmeier wurde dort geboren. Der heute noch dort lebende Felix Neureuther legte im Werdenfels-Gymnasium – der morgigen Austragungsstätte – sein Abitur ab. Ab Samstag wird aber auch wieder Handball unter der Zugspitze gespielt.

Auf dem Papier klingt die Aufgabe verhältnismäßig einfach für die Kreisstädter. Selbst hat man sich auf Platz 4 in die Winterpause verabschiedet. Der kommende Gastgeber steht auf dem vorletzten Platz und wartet als einziges Team in der BOL noch auf den ersten doppelten Punktgewinn in dieser Saison.
Wer jedoch mal etwas genauer hinschaut, weiß, dass die Aufgabe unweit der Zugspitze für die Dachse nicht so leicht werden dürfte, wie sie klingt. Denn der TSVP präsentierte sich in vielen Spielen keineswegs wie ein noch siegloses Kellerkind, war oftmals lange Zeit auf Augenhöhe. Dafür spricht auch die Tordifferenz von -41 Toren nach 10 Spielen. Zum Vergleich: die punktgleiche Reserve des TSV Herrsching II hat ein Torverhältnis von -83 Treffern. Das Duell der beiden Teams steht noch aus und wird erst im Februar nachgeholt. Auch die Abwehr des TSVP samt Torwart steht oftmals nicht so schlecht. Ginge es nur nach der Defensive stünde Partenkirchen in der Liga auf Platz 6. Die Offensive des Teams aus dem Zugspitzland stockt jedoch häufig. Als eines von nur vier Teams in der BOL hat man die 300er-Marke bei den eigenen Toren noch nicht durchbrochen.

Dennoch wissen die Weilheimer um die Stärke des Kontrahenten aus der Marktgemeinde.
„Partenkirchen ist nicht so schwach wie die Tabelle aussagt. Wir haben uns im Hinspiel auch lange schwer getan, sind offensiv zu fahrig mit unseren Chancen umgegangen. Der TSVP ist eine Mannschaft die uns körperlich und kämpferisch alles abverlangen wird. Die brauchen jeden Punkt, um in der Liga zu bleiben und werden die gerade in eigener Halle mit allem verteidigen, was sie haben.“, ist sich Trainer Leppert sicher.

Die heimische Werdenfels-Arena hat schon so ihre eigene Magie für den morgigen Gastgeber aus Partenkirchen. Alle drei Teams, die besser in der Tabelle stehen als die Dachse waren bereits dort und mussten dies erkennen. Gröbenzell und Würm-Mitte gewannen jeweils nach harten Kampf mit zwei beziehungsweise vier Treffern in der Marktgemeinde und Tabellenführer Kempten-Kottern konnte dort zwar am Ende klar mit acht Toren Unterschied siegen, lag zur Pause jedoch zurück. Einen Grund sieht Trainer Sylvester Wolf auch darin, dass das Partenkirchner Publikum sehr begeisterungsfähig ist. Wolf stand vergangene Saison selbst noch bei der Weilheimer Zwoaten gegen den TSVP an der Seitenlinie. „Die Stimmung dort ist immer super. Letztes Jahr gegen unser Zwoate waren knapp 250 Zuschauer in der Halle, was für ein Bezirksligaspiel schon viel ist und ich bin mir sicher, sie werden da auch im Hinblick auf morgen kräftig die Werbetrommel rühren.“, so der Coach, der auch sicher ist, dass der Kontrahent im Hinblick auf den Klassenerhalt noch lange nicht aufgegeben hat: „Die werden sicher versuchen, den Start ins neue Jahr im Kopf als „Reset“ zu nutzen und nochmals von vorne anzufangen. Wir müssen mit allem dagegenhalten was wir haben und zeigen, dass wir die beiden Punkte aus dem Derby mit nach Weilheim nehmen wollen.

Den Dachsen selbst kam die Weihnachtspause nach der klaren Niederlage in Kempten sicher auch gerade recht, da man zu diesem Zeitpunkt personell auf dem Zahnfleisch ging. Die H1 konnte bislang nur einen Auswärtssieg in dieser Saison feiern. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass man auswärts bislang nur bei den vier stärksten Konkurrenten antrat – beim Spitzentrio Kempten, Gröbenzell und Würm-Mitte, sowie dem aktuellen Tabellenfünften Fürstenfeldbruck II. Nun soll am Samstag der zweite Auswärtssieg folgen. Auswärtssiege wird es in den kommenden Wochen auch brauchen, denn aufgrund der vielen Heimspiele in der Hinrunde muss man bis Ende Januar zunächst immer auswärts ran. Zudem kommen nun zunächst eher Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. „In den nächsten Wochen wollen wir auf jeden Fall wieder Punkte holen, um uns für die schwere Endphase der Saison eine gute Ausgangslage zu verschaffen und vor allem nicht mehr mit Sorgenfalten nach unten schauen zu müssen.“, so das Trainerteam. Ein Auswärtssieg im Oberlandderby wäre ein guter Start, aber alle wissen, dass Derbys ihre eigenen Gesetze haben und so werden die Dachse gewarnt sein, wenn sie morgen Nachmittag ins sicher verschneite Zugspitzland aufbrechen.

Personell hat sich die Lage etwas gebessert. Korbinian Wimmer wird jedoch aus privaten Gründen fehlen, Moritz Krause weilt noch im Urlaub und Felix Behrends, sowie Emil Ganguin sind verletzungsbegingt keine Option für den Kader. Auch Lukas Schwendele wird voraussichtlich noch nicht wieder mitwirken können. Mit Luca Kessel und Samuel Hagenauer stehen immerhin zwei Spieler vor der Rückkehr in den Kader.

Der BOL-Spieltag im Überblick:
Die BOL meldet sich zurück aus der Winterpause und wieder zum Dienst. Unter anderem zwei Derbys und zwei Prime-Time-Spiele warten auf die Zuschauer. Das erste Tor des neuen Jahres wird im Werdenfels-Gymnasium fallen, wenn der TSV Partenkirchen ab 18:00 Uhr den TSV Weilheim zum Oberlandderby empfängt. Ab 20:00 Uhr laden auch die HSG-Isar-Loisach (8.) und der TSV Landsberg (6.) zu ihren ersten Heimspielen 2026. An der Isar gastiert der TuS Fürstenfeldbruck II (5.), am Lech die SG Kaufbeuren/Neugablonz (9.). Zur für die HSG Würm-Mitte ungewohnten Anwurfzeit am Sonntag um 16:00 Uhr empfängt der aktuelle Tabellendritte den TSV Gilching (7.). Ab 18:30 lädt dann noch Ligaprimus Kempten-Kottern zum Allgäu-Derby gegen den TSV Sonthofen (10.). Die Partie zwischen der HSG Gröbenzell-Olching (2.) und Schlusslicht Herrsching II wird erst am Dienstagabend ausgetragen.

 

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