10.01.2026 -
H1 startet mit Oberlandderby ins neue Jahr
Jahresauftakt unter der Zugspitze
Die D1 hat am vergangenen Samstag beim letzten Turnier der Hinrunde in Fürstenfeldbruck einen Sieg und eine Niederlage hinnehmen müssen. Zunächst schlug man den TV Waltenhofen klar und baute seine Ungeschlagen-Serie auf sechs Spiele aus, bevor man im letzten Spiel des Jahres gegen den TuS Fürstenfeldbruck verlor.
Unter der Woche ging eine Grippewelle durch das Team der Jungdachse, was den Kader im Vorfeld des Spieltags stark ausdünnte. Kurzfristig mussten so Nico, Matwej und Ludi auf ein Mitwirken verzichten und Oskar wird mit Verletzung hoffentlich im Januar zurück sein. So standen den Coaches Ganguin und Kessel nur 10 Akteure zur Verfügung. Die Trainer wussten jedoch ob der Weiterentwicklung ihrer Schützlinge, dass man hier dennoch nicht chancenlos sein dürfte.
Im ersten Spiel traf man auf den TV Waltenhofen, der in den letzten Wochen mehrfach ordentlich Lehrgeld mit seiner Mannschaft bezahlen musste, was auch an vielen unerfahrenen Neuzugängen lag. „Solche Jungs zu integrieren, das braucht einfach Zeit und Geduld. Die werden sich aber sicher im Laufe der Saison noch besser einfinden.“, war sich der Weilheimer Trainerstab sicher.
Im Spiel präsentierten die Jungdachse sich besser als noch drei Wochen zuvor, als man die Anfangsphase verschlief. Erst in der 5. Minute ließen die TSV-Akteuere den ersten Gegentreffer zu (1:4). In der Folge ging es ausgeglichen weiter. Weilheim hielt den Vorsprung bei drei bis vier Treffern, wobei man offensiv einige klare Torchancen vergab. Das Aluminium war in dieser Phase ein Waltenhofener. Aber auch defensiv leistete man sich immer wieder Unachtsamkeiten, da man entweder die Zweikämpfe nicht richtig annahm oder sich zu wenig unterstützte, was den Verantwortlichen auf der Weilheimer Bank schon sauer aufstieß. Ihre Offensivwucht konnten die Jungdachse aber durchgehend zeigen und trafen hierbei fast im Minutentakt. Beim 6:11 (12. Min) konnte man sich erstmals auf fünf Treffer absetzen, was die Allgäuer zur Auszeit zwang. Nachdem die Trainerbank aber weiterhin äußerst penetrant darauf bestand, auch im Defensivverbund mal wieder Leistung zu zeigen, packten die Kreisstädter nun nochmals ein paar Prozent Elan mehr in die Zweikämpfe und man blieb bis zur Pause ohne Gegentor, setzte selbst aber noch fünf Tore drauf und so war zur Halbzeit erstmalig eine 10-Tore-Führung durch einen Doppelschlag von Leander erreicht (6:16). Die Coaches waren mit der Leistung der ersten und letzten Minuten des Durchgangs zufrieden, monierten aber, dass man sich in der Abwehr oftmals noch zu wenig absprach, wer welchen Gegenspieler deckte. Insgesamt galt aber genauso weiterzumachen.
Scheinbar gingen die Trainer- und Spielerinteressen aber was die Deckungsarbeit anging etwas auseinander, denn das Spiel plätscherte so ein wenig vor sich hin und obwohl die Jungdachse offensiv weiter das symbolische Gaspedal durchdrückten, ließen sie in der Abwehr leider weiterhin mehr als nötig zu. Beim Stand von 9:19 (20. Min), nahm dann auch die Defensive ihren Dienst wieder auf. Innerhalb von knapp drei Minuten packen die Kreisstädter fünf Treffer drauf, da man durch Ballgewinne zu leichten Toren aus erster und zweiter Welle kam. Den Lauf starteten die beiden E-Jugendlichen Mate und Lukas, wobei letzterem sogar sein erster D-Jugendtreffer gelang. Die Auszeit der Allgäuer bedeutete für das Tornetz dann immerhin mal eine Minute ohne Belastungstest, bevor die Offensivmaschinerie der Jungdachse weiterlief. Insbesondere Schöni war nun kaum noch zu bremsen und traf in den letzten drei Minuten noch fünf Mal, womit er seine persönliche Trefferanzeige in den zweistelligen Bereich und die der TSV-Akteure bis auf den 16:33-Endstand schraubte. Nach Torschützen hieß es dann 23:42 für die Jungdachse.
Nun ging es gegen den TuS Fürstenfeldbruck um Platz 3 in der Liga.
In der Anfangsphase kamen zunächst die Weilheimer Akteure besser rein und hielten bis zum 5:4 (5. Min) eine Führung. Dennoch deutete sich schon hier an, dass die Jungdachse mehr für ihre Tore arbeiten mussten. In der Folge ging der TuS in Front und baute das Ergebnis von 6:7 auf 6:11 (14. Min) aus. Das lag vor allem daran, dass die Kreisstädter sich in dieser Phase immer wieder an der körperlich robusten Deckung der Gastgeber die Zähne ausbissen, wobei die Jungpanther teils hart zulangten. Da die Konsequenzen jedoch weitestgehend ausblieben und die Schritte-Regel zumeist nur eine Empfehlung war, hatten die Jungdachse so ihre Liebe Mühe mit der Drittliga-Jugend. Dennoch zeigte sich der Unterschied im Ergebnis auch klar in der Einstellung. Während auf Seiten der Kreisstädter jeder mehr mit sich und seinen eigenen Problemen beschäftigt zu sein schien, präsentierten sich die Jungpanther als Team, dass auch den absoluten Biss versprühte, das Duell unbedingt gewinnen zu wollen. So ging es mit 7:12 in die Pause. Die Zeit in der Kabine war auch nötig, gab es doch offensiv, defensiv und auch an der Einstellung einiges für Trainer Ganguin anzuprangern. Die Breite des Spielfelds wurde zu wenig genutzt und es konzentrierte sich zu viel auf die Mitte im Angriff, in der Abwehr wurde zu wenig mit den Beinen gearbeitet und sich zu sehr darauf verlassen, dass der Schiedsrichter schon irgendwann pfeifen würde, sobald es Kontakt gibt und auch insgesamt wirkten die Gastgeber mehr wie das Team, welches am Ende als Sieger von der Platte gehen will.
Doch auch aus der Pause kam der TuS besser zurück und baute die Führung auf 7:14 aus. Nun wehrten sich die Jungdachse jedoch besser, gestalteten die Partie gegen die körperlich klar überlegenen Gastgeber immerhin ausgeglichen, in Schlagdistanz sollte man jedoch nicht mehr kommen und am Ende gewann der TuS Fürstenfeldbruck verdient mit 21:29.
„Fürstenfeldbruck wollte das in diesem Spiel einfach mehr. Wir haben gerade im ersten Durchgang leider viel zu wenig zugepackt und uns auch nicht gut unterstützt. Gegen Waltenhofen bin ich mit den Jungs aber deutlich zufriedener. Auch hier lässt die Abwehrarbeit hier und da noch zu wünschen übrig, aber offensiv haben die Jungs ein Mal mehr gezeigt, was in Ihnen steckt und mit wie viel Selbstvertrauen sie da mittlerweile zu Tor ziehen. Das sah vor zwei Monaten hier an Ort und Stelle noch anders aus.“, bilanzierte Trainer Ganguin im Nachgang zufrieden.
Insgesamt beendet die Mannschaft die Hinrunde als auf Platz 4 hinter Gilching, Ottobeuren und Fürstenfeldbruck, jedoch auch vor Kempten, Landsberg und Waltenhofen, womit man zufrieden war.
„Die Mannschaft hat sich in diese Liga echt stark reingekämpft. Wir konnten leider nicht ein einziges Turnier mal vollständig spielen und dennoch werden wir in dieser Staffel 4. Platz. Natürlich wäre die BOL ein großer Erfolg gewesen, da es aber nur die ersten beiden Teams schaffen, war schon fast zu Saisonbeginn klar, dass das in dieser Staffel Gilching und Ottobeuren würden. Dennoch darf man auch nicht vergessen, dass wir nach den ersten fünf Turnierspielen die rote Laterne in der Hand hatten und ab da eine starke Serie gestartet haben. Die Jungs trauen sich mittlerweile viel mehr zu, das Tempo und die Intensität sind offensiv und defensiv trotz der Niederlage gegen Fürstenfeldbruck ganz anders, als noch im September. Das Team hat sich echt stark weiterentwickelt.“, so Trainer Kessel zufrieden.
Ab Januar geht es dann mit der Hauptrunde in der Bezirksliga weiter. Es kommt dort zum Wiedersehen mit dem TuS Fürstenfeldbruck. Zudem trifft man auf die HSG Würm-Mitte und darf sich auf die Derbys gegen Schongau und Herrsching freuen.
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