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Dachse siegen 26:24 gegen Herrsching II

04.02.2024 - Torhüter Andi Böhm wird zum Matchwinner

Wieder einmal stand den Dachsen nur ein kleiner Kader zur Verfügung. Man konnte zwar zehn Feldspieler aufbieten, doch hatten Tim Spiegler und Lukas Beer schon 60 kräftezehrende Minuten bei der Zwoaten absolviert. Da Benjamin Jilg verhindert war, stand mit Andi Böhm auch nur ein Torwart zur Verfügung, doch dieser erwischte einen absoluten Sahnetag.

In der Anfangsphase konnte sich kein Team absetzen, jedoch lagen die Dachse ständig in Front. Immer wieder scheiterte man in aussichtsreicher Position am erfahrenen Herrschinger Schlussmann. Den völlig gebrauchten Tag von Topscorer Nico Beinlich glich hier vorallem Timo Weinmann aus, der auf Rückraumrechts viele gute Aktionen hatte. Früh zeichnete sich auch die extrem kleinliche Linie der beiden Schiedsrichter ab, die wohl einen neuen Rekord an Siebenmetern in einem Spiel aufstellen wollten. Weilheim vergab ihre ersten drei Versuche, Herrsching traf in der Anfangsviertelstunde ausschließlich vom Strich. 5:4 stand es zu diesem Zeitpunkt, als sich der Angriff der Dachse langsam fing. Maßgeblichen Anteil daran hatte Youngster Ben Rösler, der ebenso wie Routinier Phillip Bauer, innerhalb von acht Minuten dreimal traf. Somit ging es mit einer beruhigenden 14:8 Führung in die Pause.

Bis zum 20:13 (38.) sah es nach einem deutlichen Sieg aus. Nun scheiterte man aber wieder öfter am gegnerischen Torwart und konnte sich bei Böhm bedanken, der seinerseits vier Strafwürfe in Folge parieren konnte. Relativ routiniert brachte man das Spiel in der Folge über die Zeit. Auf zwei Tore Rückstand konnten die Gäste erst 20 Sekunden vor Schluss zum Endstand von 26:24 verkürzen.

Letztlich steht ein verdienter Sieg trotz mäßiger Leistung zu Buche, durch den die Dachse weiter in der Verfolgergruppe von Spitzenreiter Kempten bleiben. Für Aufsehen sorgten besonders die beiden Schiedsrichter, deren „Linie“ darin bestand, für nahezu alles einen Siebenmeter zu pfeiffen. So kamen die Dachse auf acht Versuche (lediglich zwei Treffer), während Herrsching gleich 15 mal antreten durfte (neun Treffer). Das Herrsching öfter an die Linie ging, geht aufgrund der Spielweise vollkommen in Ordnung. Doch waren in diesem Spiel auf beiden Seiten locker zehn mehr als fragwürdige Strafwürfe dabei. Handball macht wenig Spaß, wenn man in der Abwehr so gut wie gar nichts mehr machen darf. Hoffentlich wird so eine Linie der Schiedsrichter nicht salonfähig.

Andreas Böhm (TW)
Timo Weinmann (5), Phillip Bauer (5/2), Andreas Kunz (4), Tim Spiegler (4), Ben Rösler (3), Maximilian Osthöver (2), Lukas Beer (1), Nicolas Beinlich (1), Luca Kessel (1), Lucas Mehnert

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