01.02.2026 -
Ideenreich und treffsicher: TSV Weilheim mB begeistert mit Offensivfeuerwerk
TSV gewinnt gegen Gröbenzell 36:30
Die D3 hat auch beim zweiten Spieltag am vergangenen Sonntag in Huglfing gezeigt, was sie drauf hat. Zwar folgte einem Sieg im ersten Spiel gegen Gastgeber BSC Oberhausen, wie schon in der Vorwoche eine Niederlage im zweiten Duell, diesmal gegen die HSG Isar-Loisach II, die beiden Auftritte allerdings zeugten vom Potential des Teams.
Zur gewohnt unchristlichen Zeit am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr startete die D3 ins Spiel gegen den Lokalrivalen BSC Oberhausen. Die Mannschaft, welche das Trainerteam Kessel/Daniker ins Turnier schickte, war sogar noch jünger, als in der Vorwoche. Sechs der zehn Akteure sind noch in der E-Jugend spielberechtigt, dazu kamen wieder vier Akteure, die allesamt dem jüngeren D-Jugend-Jahrgang angehören.
Doch die junge Truppe hatte kaum Startschwierigkeiten und führte schnell mit 2:0, wobei Hannes direkt in seinem ersten Turnier sein erster Treffer gelang. Oberhausen wachte nun aber auf. Das Team, welches nur drei Jungs im Kader hatte, kam schnell zum 2:2-Ausgleich und blieb auch in der Folge noch auf Tuchfühlung (4:5; 8. Min.). Das lag auch daran, dass die Jungdachse sich immer wieder leichte Fehler und ungenaue Pässe erlaubten. Zudem vergab man im Angriff einige Chancen, wodurch eine klarere Führung drin gewesen wäre. Leider hatten sowohl die Torumrandung, als auch die Seitenauslinien immer wieder etwas dagegen. Bis zur Pause allerdings verhinderte die Abwehr mit Keeper Matwej dahinter nun jeden Versuch des BSC auf einen Treffer. Offensiv übernahm in dieser Phase vor allem Jonathan viel Verantwortung und erzielte fünf der sechs folgenden Treffer. Immer wieder stellte er mit seiner Sprungkraft und seiner Dynamik die Oberhausenener Deckung vor Probleme. „Joni hat für das Alter schon ein starkes Tempo auf die ersten Schritte und eine klasse Athletik. Er hat da heute sehr viel Verantwortung von sich aus in beiden Spielen übernommen. Das war echt stark, wie er gezockt hat.“, befand auch sein Trainer im Nachgang. So konnte man bis zu Pause auf 4:11 davonziehen, In der Kabine zeigte sich Trainer Kessel mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. In der Abwehr war man jedoch oft noch zu zurückhaltend, scheute sich die Zweikämpfe gegen die Gegner anzunehmen, ließ diese oft noch zu leicht entwischen oder vernachlässigte die Unterstützung des Nebenmannes. So war es vor allem Matwej und einigen Fehlern des Kontrahenten zu verdanken, dass man so lange ohne Gegentor blieb. Offensiv konnte man dem Team nach etwas schludriger Anfangsphase nicht viel vorwerfen und sieben der neun Feldspieler hatten bereits getroffen.
Im zweiten Durchgang dann trafen mit Lukas und Michi auch noch die verbleibenden zwei Akteure und stellten gemeinsam mit Korbi erstmalig beim 4:14 einen 10-Tore-Abstand her (19. Min), ehe Oberhausen mit dem fünften Treffer eine knapp 12-minütige Phase ohne Gegentor überwand. Auf Weilheimer Seite agierte man weiter als Kollektiv, wobei der sehr agilen Mittelmann Tim wie auch Debütant Hannes mit je drei Treffern überzeugten. Doch auch die anderen Akteure zeigen Spielfreude pur und so zog man immer weiter davon, bis es am Ende dann 7:20 (mit Torschützen 10:29) für die D3 hieß.
Nun kam es im zweiten Spiel zu Aufeinandertreffen mit der Reserve der HSG Isar-Loisach. Der Gegner aus Wolfratshausen und Geretsried war, das war schon vor Anpfiff klar, jedoch alleine körperlich ein ganz anderes Kaliber. Die Sorge von Trainer Kessel, die Mannschaft würde sich aufgrund der körperlichen Unterschiede einschüchtern lassen, erwies sich jedoch als vollends unbegründet. Die junge Truppe des TSV hielt mit dem Kontrahenten zunächst gut Schritt, ging offensiv mutig in die Zweikämpfe und so war die 4:3-Führung durch Korbi (7. Min.) der Lohn. Auf der Gegenseite war vor allem der körperlich klar überlegene Mittelmann der HSG kaum zu bremsen. Mit technisch gut vorgetragenen Überziehern kam er immer wieder zu guten Abschlusspositionen und verstand es auch, den Kreisläufer gut einzusetzen. Diese Achse bekamen die Jungdachse zu keinem Zeitpunkt so richtig in den Griff. Offensiv war das Spiel dagegen gut anzusehen. Mit viel Mut und ohne Angst vor dem Körperkontakt, schaffte man es immer wieder sich oder den Nebenmann in gute Abschlusspositionen zu bringen und die sich bietenden Chancen zu verwerten. Nach dem 6:5-Führungstreffer (8. Min), folgte jedoch eine Durststrecke. Man erlaubte sich einige technische Fehler. Mit einer 4-Tore-Serie zog die HSG auf 6:9 davon, was Trainer Kessel dann doch zur Auszeit verleitete. In der Abwehr wurden die Vorgaben des Trainerteams nicht ganz so gut umgesetzt. Zu oft wollte man die Zweikämpfe erst dann annehmen, wenn der Gegner den Ball in der vollen Bewegung hatte, statt etwas ballorientierter zu stehen und so zu Ballgewinnen zu kommen. Nun waren die Jungdachse wieder stabiler, konnten die körperlich stärkeren Gegenspieler jedoch nicht vollständig am Torwurf hindern, den Abstand jedoch zumindest konstant halten. Offensiv war die Aktion von Felix kurz vor der Pause symbolisch für den Willen der jungen D3. Erst setzte er sich gegen seinen Gegenspieler durch und konnte nur noch per Foul gestoppt werden. Anschließend verwandelte er den fälligen Strafwurf sicher zum 9:11. In die Pause ging es mit 9:12, wo das Trainerteam sich zufrieden zeigte, die Abwehrthematik jedoch nochmals aufgriff.
Dies zeigte in der Folge auch Wirkung. Zwar zog die HSG nach Wiederanpfiff zunächst auf 9:13 davon. Dann allerdings folgte eine der stärksten Weilheimer Phasen. Mate und insbesondere erneut Jonathan trugen die Mannschaft nun. So kam man beim 14:14 zum Ausgleich (21. Min) und zwang so Loisach zur Auszeit. Auch, wenn sich die HSG in der Folge wieder auf zwei Treffer davonzog, konnte sich das Weilheimer Trainerteam immer wieder freuen, wie willensstark ihre Schützlinge zum Tor zogen und sich belohnten, so wie auch Lukas beim 18:20, der nach mehreren guten Antritten seinen zweiten Treffer erzielte. Aufgrund des deutlich höheren Aufwands und der deutlich jüngeren Mannschaft musste man eigentlich mit einem Einbruch rechnen, doch dieser blieb erfreulicherweise aus. Einige unachtsame Ballverluste ermöglichten es der HSG Isar-Loisach aber am Ende mit 19:23 zu gewinnen. Weilheim hatte wieder satte neun Torschützen, da auch Keeper Matwej zwischenzeitlich per Strafwurf erfolgreich war, und somit vier Torschützen mehr als die HSG Isar-Loisach. Da der Kontrahent jedoch nur acht Spieler dabei hatte, konnten bei den Jungdachsen nur acht Torschützen angerechnet werden. Dies hatte zur Folge, dass die HSG schlussendlich knapp mit 27:28 gewann.
Trotz der knappen Niederlage war Trainer Luca Kessel zufrieden mit dem Team: „Ich würde den Spielern heute Unrecht tun, wenn ich sie kritisiere. Die Jungs haben mich heute sehr überrascht. Jeder Spieler trifft mindestens ein Mal, wir schlagen Oberhausen deutlich und spielen gegen die körperlich überlegene HSG durchgehend mit. Natürlich sind da in der Abwehr noch Baustellen, die würde ich aber teils auch an den körperlichen Unterschieden festmachen. Offensiv hat jeder Akteur auf Anhieb Verantwortung übernommen und sich getraut, technisch waren die Jungs sicher mindestens ebenbürtig und das obwohl mehr als die Hälfte noch E-Jugend spielen darf. Ich bin echt stolz auf jeden einzelnen Spieler. Sie haben heute echt geil als Mannschaft gefightet.“
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