14.03.2026 -
Kämpferische Leistung wird nicht belohnt
Herren müssen sich Würm-Mitte mit 33:37 geschlagen geben
Am morgigen Samstag geht es für die H1 erneut ins Allgäu. Ziel der Reisegruppe diesmal: die Sporthalle Neugablonz, wo man ab 18:00 Uhr auf die SG Kaufbeuren/Neugablonz trifft. Beide Teams warten 2026 noch auf das erste Erfolgserlebnis.
Es wird erneut ein heißer Kampf, der die Dachse am morgigen Samstagabend im Allgäu erwartet. Zum vorletzten von insgesamt fünf Auswärtsspielen am Stück reist man nun zum aktuellen Tabellenneunten der BOL. Selbst sind die Kreisstädter durch die Niederlagen mittlerweile auf Rang 6 abgerutscht, brauche den eigenen Erfolg morgen einerseits für das Punktekonto, andererseits aber auch für das eigene Selbstvertrauen.
Nach zwei Niederlagen bei den Kellerkindern Partenkirchen und Sonthofen zum Jahresauftakt, sowie dem letzten Auftritt zum Jahreswechsel wird auch schnell deutlich, woran die Misere der Kreisstädter aktuell vorrangig festzumachen ist, nämlich an der Abwehrarbeit. 48 Gegentreffern vor Weihnachten in Kempten, folgten in 2026 35 gegen den TSVP und 32 letzte Woche im Allgäu. Der Fairness halber sei jedoch auch erwähnt, dass man gerade gegen Kempten und in Sonthofen personell sehr gebeutelt war. Gegen den Ligaprimus war man, auch dank Aushilfe von Spielern der ehemaligen Zwoaten, spielfähig, vergangenen Samstag mussten es in Sonthofen gerade einmal sieben Feldspieler richten, drei davon A-Jugendliche. „Die müssen in der Saison sehr schnell lernen Verantwortung zu übernehmen und wir sind dankbar, dass sie die zahlreichen Möglichkeiten, um zu spielen wahrnehmen.“, so Trainer Leppert. Heißt aber im Umkehrschluss auch, dass regelmäßig ordentlich Rotation im Kader der Dachse ist. „Wir müssen in jedem Spiel umbauen, haben vor allem im Rückraum zu selten die große Auswahl zum Wechseln.“, gibt auch Trainer Wolf zu.
Freilich wäre es aber zu leicht, die aktuelle Situation alleine auf die personellen Probleme zu schieben. In den Spielen gegen die Teams, die akute Abstiegssorgen haben – und zu denen zählen sowohl die beiden Auftaktgegner Partenkirchen und Sonthofen, als auch die SG Kaufbeuren/Neugablonz – sind andere Tugenden gefragt. „Da geht es auch einfach darum, wer die Punkte mehr will, wer bereit ist mehr zu investieren. Kein Team, dass Abstiegssorgen hat, interessiert, ob das Spiel jetzt so toll war oder nicht. Die Teams wollen einfach nur die Punkte, ob mit Handball spielen oder Handball arbeiten ist da egal. Wir müssen gegen diese Teams diszipliniert auftreten und unseren Matchplan verfolgen.“, weiß Leppert. Sein Team versprühte diesen Biss bislang allerdings nicht so richtig. Sowohl gegen Partenkirchen, wie auch gegen Sonthofen, fehlte in vielen Punkten die Disziplin. „Klar waren wir letzte Woche personell gebeutelt, aber Sonthofen hatte auch nur einen oder zwei Spieler mehr auf dem Bogen.“, lässt Wolf die dünn besetzte Bank nicht als alleinige Ausrede durchgehen.
Mit der SG Kaufbeuren/Neugablonz wartet nun also die nächste Prüfung, die zeigen wird, ob man aus den vorherigen Wochen gelernt hat oder eben nicht. Die SG, die nach dem verkorksten Saisonstart eine Veränderung auf der Trainerposition vornahm, hat sich mittlerweile stabilisiert und rangiert auf Platz 9. Die Allgäuer sind in eigener Halle mit den Fans im Rücken nur schwer zu knacken. Die zwei jüngsten Gastspiele dort gewann der TSV, so wie auch insgesamt die letzten fünf Aufeinandertreffen. Das Wort „Lieblingsgegner“, will man im Lager der Kreisstädter jedoch nicht in den Mund nehmen. „Das Spiel beginnt bei 0:0 und wir haben keinen Vorteil dadurch, dass wir zuletzt gegen Kaufbeuren immer punkten konnten. Das wird ein Kraftakt morgen, an dem für uns nur zählt, dass wir endlich das erste Erfolgserlebnis einfahren wollen, um wieder Selbstvertrauen zu tanken.“, so Leppert.
Beide Teams warten noch auf ein Erfolgserlebnis in diesem Jahr. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Dachse zuletzt bei zwei abstiegsgefährdeten Teams unterlagen, während Kaufbeuren trotz Niederlagen eine gute Form aufwies. Man verlor bei spielstarken Landsbergern mit 32:27 und unterlag gegen Ligaprimus Kempten in der Vorwoche daheim auch nur verhältnismäßig knapp mi 21:27. „Kaufbeuren ist auf keine Fall so schlecht wie sie in der Tabelle stehen. Da dürfen wir uns nicht von blenden lassen. Wir müssen auf uns schauen.“, gibt Trainer Wolf vor.
Der Kader ist immerhin wieder besser bestückt als in der Vorwoche. Dennoch muss man einige Ausfälle verkraften. Lukas Schwendele, Julius Krause und Max Osthöver werden ebenso fehlen wie die beiden Youngster Emil Ganguin und Vincent Palmer. Dafür sollen mit Nico Beinlich (nach Magen-Darm), Felix Behrends, Andi Kunz (beide nach Verletzung), Moritz Krause, Felix Letsche und Andi Böhm (zuletzt privat verhindert) wieder einige Akteure in den Spieltagskader zurückkehren.
Der BOL-Spieltag im Überblick:
Vorhang auf für Spieltag 14. Dieser beginnt ab 18:00 Uhr mit dem Kellerduell TSV Partenkirchen (11.) gegen den TSV Sonthofen (10.). Parallel spielt der TSV Weilheim (6.) in Kaufbeuren (9.). Ab 20:00 Uhr lädt dann noch Spitzenreiter Kempten zum Duell mit dem TSV Gilching (8.). Den Sonntag eröffnet ab 16:30 die HSG Isar-Loisach (7.) gegen die HSG Gröbenzell-Olching (2.). Direkt dahinter in der Tabelle lauert die HSG Würm-Mitte, die ab 18:00 Uhr Schlusslicht Herrsching II empfängt. Parallel kommt es zum Duell der Tabellennachbarn, wenn der TSV Landsberg (4.) auf den TuS Fürstenfeldbruck II (5.) trifft.
14.03.2026 -
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TSV 1847 Weilheim e.V.
Pollinger Str. 9
82362 Weilheim
Tel. 0881-3394