TSV WEILHEIM - HANDBALL

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mD holt 2. Platz beim stark besetzten LEW-Cup

12.04.2026 - Gelungene Generalprobe für die Sommerrunde

Die D-Jugend des TSV Weilheim war am vergangen Sonntag beim LEW-Cup in Schwabmünchen zu Gast. Beim top organisierten Turnier holte man mit einer starken Leistung einen zweiten Platz und übertraf damit auch die Platzierungen der gesamten Vorjahre.

Als um circa 18:40 Uhr die Schlusssirene im Finale zwischen dem TSV Weilheim und der JSG Fürther Land ertönte, war die Ernüchterung der Spieler doch zunächst etwas zu spüren. Doch schon wenig später bei der Siegerehrung war das bereits wieder vergessen, denn das Team hatte mit dem 2. Platz eine neue Bestmarke in der männlichen D-Jugend gesetzt. „Die Jungs haben schnell gemerkt, dass das verlorene Finale keine Enttäuschung für uns als Trainer darstellt. Für uns war das ein Spiel zum Genießen vor einer großartigen Kulisse und ein Auftritt den sich die Jungs verdient hatten.“, so Trainer Luca Kessel. Doch der Reihe nach:

Der Tag begann früh. Um 6:45 Uhr ging es los gen Schwaben. Für die Jungdachse war das Turnier im Vorfeld vor allem eine Vorbereitung für die anstehende Sommerrunde. Zunächst stand hier die Gruppenphase mit vier Spielen an.

Im ersten Spiel traf man auf die TuSpo Nürnberg. Wie alle Gegner der Gruppenphase waren die Mittelfranken den TSV-Trainern völlig unbekannt. Die Jungdachse präsentierten sich zunächst noch etwas unsortiert in der Abwehr. Der Auftritt war so zunächst wenig überzeugend. Zwar erzwang man von der TuSpo Nürnberg einige technische Fehler. Zu hektisches Entscheidungsverhalten im Angriff und die eine oder andere Unachtsamkeit im Defensivverbund ließ die Gegner jedoch zunächst noch in Reichweite bleiben. Dennoch war ein klares technisches Übergewicht bei den Jungdachsen zu erkennen. Nach dem 3:5-Anschlusstreffer der Mittelfranken bauten die Jungdachse die Führung mit nun effektiverem Angriffsspiel vor allem durch Schöni und Ludi nun immer weiter aus. Auch Torwart Matwej hatte noch einige starke Szenen. Nach zwölf Minuten Spielzeit stand ein klares 4:10 auf der Anzeigetafel, obwohl die Trainer noch nicht vollends zufrieden waren. „Das war ein typisches erstes Turnierspiel. Wir sind vorne wie hinten oft noch zu unsortiert gewesen und waren teils zu hektisch im Entscheidungsverhalten. Trotzdem ist der Sieg verdient.“, bilanzierte Trainer Emil Ganguin.

Nun kam es zum Aufeinandertreffen mit dem SSV Schrobenhausen. Das Duell im Vorjahr gewannen die Jungdachse damals klar. Die Trainer forderten von Beginn an defensiv mehr Struktur in der Abwehr ein. Gerade hier wurde oftmals nicht auf einer Höhe verteidigt, wodurch man die Unterstützung der Nebenleute vernachlässigen musste. Offensiv forderten die Coaches mehr Tempo von den Spielern. Die setzten die Vorgaben gegen den Sport- und Schwimmverein aus dem Bezirk Altbayern gleich gut um, führten bald mit 5:0, was die Vorentscheidung bedeuten sollte. Allerdings folgte im Anschluss leider ein Bruch im Spiel der Kreisstädter. Viele Unkonzentriertheiten und Fehlabspiele ermöglichten dem SSV plötzlich sogar nochmal auf 7:5 kurz vor dem Ende heran zu kommen. Der Vorsprung der Jungdachse war jedoch zu groß und am Ende gewann man dank starker Anfangsphase am Ende mit 8:5. „Das müssen wir trotzdem konzentrierter runterspielen. Nach der klaren Führung ruhen wir uns da zu sehr aus.“, bilanzierte Co-Trainer Emil Kohler im Nachgang.

Es folgte nach längerer Pause das Duell mit dem TSV Schwabmünchen 2. Die Trainer legten den Fokus im Vorfeld neben der ballorientierten Abwehr vor allem auf das Umschaltspiel, das an diesem Tag noch nicht so gut lief. Das Duell mit den Gastgebern sollte das wahrscheinlich beste Spiel der Gruppenphase für die Jungdachse werden. Aus einer ballorientierten Abwehr kam man immer wieder gut ins Tempo. Einige technische Fehler verhinderten hier schon früh ein höheres Ergebnis. In dieser Partie konnte vor allem Samu mit sechs Treffern überzeugen. Über die Zwischenstandt 3:0, 6:1 und 9:3 kam man am Ende zu einem souveränen 10:5-Sieg, da man in den letzten Minuten das Tempo nochmals herausnahm. „So knapp hat sich das Ergebnis gar nicht angefühlt. Wir haben das Spiel souverän trotz aller Wechsel von vorn bis hinten diktiert und verdient und klar gewonnen.“, zeigte sich Trainer Luca Kessel zufrieden. Den Jungdachsen half hier auch ein Kniff, der sich im Laufe des Turniers noch bezahlt machen sollte. Aufgrund der Tatsache, dass mit Christian nur ein Kreisläufer zur Verfügung stand, spielte man kurzerhand mit vier Rückraumspielern, was oft zu freien Durchbrüchen und Toren führte.

Im letzten Spiel traf man dann auf den TSV Friedberg. Das Weiterkommen hatten beide Team schon sicher, es ging jedoch noch um den Gruppensieg, den die Jungdachse mit einem Punktgewinn klar machen konnten. Es entwickelte sich jedoch, anders als zuvor gegen den Gastgeber, ein enges und umkämpftes Spiel, dass die Friedberger weitestgehend anführten, da sich Weilheim immer wieder vom groß gewachsenen Halbspieler auf die selbe Art und Weise aushebeln ließ und so konnte Friedberg zunächst eine 2-Tore-Führung halten. Zudem vergaben die Kreisstädter im Angriff reihenweise beste Chancen gegen einen starken Friedberger Keeper. Dennoch gelang beim 5:5 der Ausgleich. Die wichtigen Paraden in der Crunchtime hatten jedoch die Jungdachse. Erst Michi und kurz danach Matwej hielten jeweils einen wichtigen Ball und so ging man selbst beim 6:7 erstmals in Führung. Die Schwaben stemmten sich beim 7:7 zwar nochmals dagegen, doch das letzte Wort hatten die Jungdachse, die zwar zunächst erneut am gegnerischen Torwart scheiterten, den Abpraller schnappte sich Nepomuk und verwandelte zum 7:8-Siegtreffer. „Das war kein super Spiel, aber in der Crunchtime geben immer Kleinigkeiten den Ausschlag und da hatten wir diesmal vielleicht auch einen Ticken mehr Glück.“, so Trainer Ganguin.

Nun ging es in der K.O.-Phase gegen den TSV Ismaning. Klar war, dass es schwerer werden würde, als in der Gruppenphase, hatte man die Ismaninger doch bei deren Gruppenspiel mit hohem Tempo aufwarten sehen. Genau darauf stellten die Trainer ihr Team ein und setzten erneut auf das Spiel mit dem vierten Rückraumspieler, was Ismaning nie so richtig verteidigt bekommen sollte. Abwehr war in diesem Spiel allerdings merklich optional. Den besseren Start erwischten die Jungdachse und sollten die Führung auch bis zum Ende nicht mehr abgeben. Immer wieder agierte man nach dem selben Muster. Ludi oder Schöni gewannen den Zweikampf und hatten oftmals freie Bahn. Joni überzeugte zudem mit guten Einläufern und auch Vinci konnte immer wieder mit cleveren Läufen hinter die Abwehrkette überzeugen. Auch das Umschalten in die Abwehr klappte hervorragend und so erzwang man zahlreiche Fehler der „Isar-Devils“. Der Vorsprung pendelte in einem sehenswerten Spiel auf hohem Niveau meist zwischen einem und vier Treffern. Am Ende gewannen die Jungdachse mit 14:10 und sicherten sich so den Einzug ins Halbfinale. „Das war eine klasse Vorstellung der Mannschaft. Die Vorgaben, die wir den Jungs im Vorfeld gegeben haben, haben sie hervorragend umgesetzt. Zehn Gegentore klingen zwar sicher viel, sind aber auch dem hohen Tempo und den damit vielen Abschlüssen beider Teams im Spiel geschuldet.“, bilanzierte Trainer Kessel im Nachgang.

Nun traf man im Halbfinale auf den VfL Günzburg. Die Jungs erwischten den besseren Start in die Partie, führten schnell mit 1:3. Immer wieder überzeugten vor allem Vinci und Ludi in diesem Spiel mit guten Aktionen, während sich der VfL insbesondere auf Schöni gut eingestellt zu haben schien. In der Folge häuften sich die Fehler im Angriff bei den Jungdachsen, sodass der VfL das Spiel bald darauf zum 5:4 drehen konnte. Die Kreisstädter ließen sich jedoch nicht beirren und holten sich beim 5:6 die Führung schnell wieder. In der Folge glich Günzburg immer wieder aus, ehe die Jungdachse wieder vorlegen konnten. So konnte man am Ende dann mit 8:9 durch eine kämpferisch hervorragende Einstellung das Spiel für sich entscheiden und nach dem TSV Friedberg und dem TSV Ismaning den nächsten großen Namen des bayrischen Handballs bezwingen. „Entscheidend war die Startphase. Das haben wir den Jungs im Vorfeld auch gesagt, dass es wichtig sein wird, wer besser reinkommt in die Partie. Die 1:3-Führung hat Ihnen merklich Auftrieb gegeben. Das war eine klasse Leistung, denn das Momentum ist nie so richtig zu Günzburg gekippt.“, so Trainer Ganguin.

Nun kam es zum Finale gegen die JSG Fürther Land, die genau wie die Jungdachse noch ohne Niederlage da stand. Anfänglich konnten die Jungdachse noch zwei Mal in Führung gehen und beim 3:3 nochmals ausgleichen. Dann war jedoch zu erkennen, dass der lange Turniertag Körner gekostet hatte. Die Mittelfranken konnte die vielen technischen Fehler der Jungdachse zu leichten Ballgewinnen nutzen. Zudem leisteten sich die TSV-Akteure den Luxus, alle drei Strafwürfe zu vergeben. Viele 50-50-Aktionen wie beispielsweise Abpraller gingen in diesem Spiel leider auch oft an die JSG. So setzte sich der Kontrahent immer weiter ab. Am Ende war beim 6:12 immerhin der letzte Treffer der Partie den Jungdachsen vorbehalten. „Das Ergebnis ist schade aber die vielen einfachen Fehler, die wir uns leisten sind einfach in Summe zu viele gewesen. Fürther Land gewinnt das verdient.“, befand Kessel im Nachgang kurz und knapp.

Die Enttäuschung über das verlorene Finale war jedoch schnell wieder verflogen. Die Jungdachse konnten sich über einen tollen 2. Platz freuen.
„Ein großes Kompliment an die Jungs. Jeder hat sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt und alle haben ihren Teil zu dieser starken Platzierung beigetragen. Die Gruppenphase war zwar nicht immer gut, aber wir haben uns, als es darauf ankam, gesteigert und dann das Viertel- und Halbfinale mit einer tollen Leistung gewonnen. Jetzt gehen wir mit hoffentlich viel Rückenwind in die Sommerrunde.“, bilanzierte Trainer Ganguin.
Besonders imponierte den Trainern neben der Platzierung auch, welche Gegner man hinter sich lassen konnte: „Ich habe hier Jugendteams von Allach, Ismaning, Günzburg, Haunstetten, etc. gesehen. Das sind große Namen im bayrischen Handball, die alle deutlich bessere Trainingsvoraussetzungen haben als wir. Diese Teams hinter uns zu lassen, unterstreicht die Leistung der Jungs heute nochmal mehr. Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft und bin mir sicher, die Jungs haben nach heute gesehen, was diese Saison so alles möglich ist, wenn sie weiter so diszipliniert an sich arbeiten.“, so Trainer Kessel.

In zwei Wochen wird es nun ernst, wenn es für die Sommerrunde nach Partenkirchen und Landsberg geht.

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