14.03.2026 -
mD3 gewinnt erneut und holt zweiten Tagessieg
Junge D3 holt 1. Platz in ihrer Staffel
Die D1 hat sich im vergangenen Samstag in der Bezirksliga Mitte die Krone aufgesetzt. Im Showdown um den ersten Platz setzte man sich in einem ansehnlichen D-Jugendspiel gegen die Jugend von Drittligist TuS Fürstenfeldbruck durch. Da man im Anschluss auch noch den TSV Herrsching bezwang beendet man die Rückrunde verlustpunktfrei.
Samstag Vormittag um 10:20 Uhr in der Jahnhalle. Der Moment als die Schlusssirene ertönt geht im Weilheimer Jubel unter. Es ist der Moment, als den Jungdachse bewusst wird, dass sie es soeben geschafft haben, sich in der Staffel Mitte der Bezirksliga erneut gegen Brucker Panther zu behaupten und sich damit den ersten Platz in der Liga endgültig gesichert hatten, ausgerechnet gegen einen Gegner, der den Jungdachsen in der Hinrunde noch zwei Mal deutlich die Grenzen aufgezeigt hatte.
Zuvor hatten sich beide Teams ein Spitzenspiel geboten, dass seinen Namen wahrlich verdient hatte. Die Ausgangslage war klar. Der TuS musste die Jungdachse mit zwei Toren Unterschied bezwingen, um in der Endabrechnung vor den Kreisstädtern zu stehen. Bei einem Sieg der TSV-Akteure wäre der erste Platz gesichert, bei einem Unentschieden bräuchte es einen Sieg gegen Herrsching. Klar war aber, dass beide Teams bereits vor dem Aufeinandertreffen mit dem Team vom Ammersee im weiteren Verlauf des Turniers für klare Verhältnisse sorgen wollten.
So traten die Akteure dann auch auf. Gespielt wurde auf beiden Seiten zunächst mit offenem Visier und die Führung wechselte bis zum 3:3 zunächst mehrfach (6. Min). Dann allerdings konnten sich die Jungdachse immer wieder den Ball erobern und Abspielfehler der Gäste erzwingen. Offensiv überzeugte zunächst Paul mit drei Treffern in den ersten acht Minuten, was die Führung der Jungdachse auf 6:3 und anschließend durch David und Schöni beim 8:4 sogar auf vier Treffer anwachsen ließ. So sahen sich die Münchner Vorortler nach knapp zehn Minuten schon zum Handeln gezwungen und versuchten mit einer Auszeit ihrem Team neue Impulse zu geben. Zunächst trafen in dieser Phase jedoch weiter vorwiegend die Gastgeber. Wieder David und ein Konter vom pfeilschnellen Jonanthan auf Linksaußen brachten die Jungdachse beim 11:5 sogar auf sechs Treffer in Front (12. Min). Der Angriff der TSV-Akteure lief bis hierhin wie eine geölte Maschine. Mit viel Übersicht und ansehnlich viel Zug zum Tor schaffte man es immer wieder, für sich selbst oder den Nebenmann Räume zu schaffen. Zudem präsentierte man sich variabel und hatte bereits sechs verschiedene Torschützen. Wer allerdings an eine Vorentscheidung glaubte, wurde getäuscht. Denn eine solche Führung kann man auch ganz schnell wieder verspielen. Fortan erlaubte man sich viele leichte Fehler und Fehlpässe im Angriff, die den TuS ins Tempospiel brachten. Mit einer 5-Tore-Serie kamen die Gäste mit der Pausensirene wieder auf 11:10 heran. Das Momentum schien nun klar zu den Brucker Panthern zu kippen. Die Pause nutzten die Coaches, die Spieler vor allem in Angriff darauf einzustellen nach Ballverlusten schneller auf die Abwehr umzuschalten, mit dem Ball nicht zu leichtsinnig umzugehen. Sicher war die Pause aber auch gut, um den Lauf des TuS etwas aus den Köpfen zu kriegen.
Aus der Halbzeit kamen die Gastgeber wacher zurück, setzten sich schnell auf drei Treffer ab und konnten dies zunächst auch halten (15:12; 22. Min). Doch es war zu sehen, dass die Jungdachse nicht so viel Kapital aus der schwächeren Phase der Gäste schlagen konnten, wie im ersten Durchgang. So kam es, wie es kommen musste: erneut häuften sich die Fehler in der Offensive und der TuS Fürstenfeldbruck glich zum 15:15 aus (25. Min), was auch das Weilheimer Trainerteam Ganguin/Kessel zu Auszeit zwang. Als der TuS das Spiel beim 16:16 erneut ausglich, drohten den Jungdachsen die Felle davonzuschwimmen, da die Gäste zu diesem Zeitpunkt drei Torschützen mehr hatten. Doch nun schaffte man es in der Abwehr erneut Fehler der Gastgeber zu erzwingen, Konsti parierte einige wichtige Bälle und vorne brachte man mit Vinci per Starfwurf, Nepomuk und Pepe noch drei Spieler in Abschlussposition. So führte man 30 Sekunden vor dem Ende mit 19:16 was die Entscheidung be-deuten sollte. Nach Torschützen gewann man dann mit 28:25 knapp aber verdient in einem von beiden Teams herzhaft und leidenschaftlich, jedoch jederzeit fair geführten Spiel.
Das zweite Spiel gegen den TSV Herrsching war dann auf dem Papier nur noch ein Schaulaufen. Die Trainer forderten jedoch nochmal 30 Minuten Seriösität, dann dürfe gefeiert werden. Dennoch probierte man auch einiges aus. So durften im zweiten Spiel alle Akteure des älteren Jahrgangs starten und bekamen zum Abschluss ihrer D-Jugendzeit nochmals alle 15 Minuten Spielzeit.
Die Trainer hatten während des Aufwärmens ihrer Teams noch ein bisschen Zeit sich auszutauschen und es schien, als hätten sie eines ausgemacht: Abwehr spielen wir erstmal nicht. Von Beginn an ging es also gleich ab wie Schmidts Katze. Offensive Abwehrreihen sind ja eigentlich dafür bekannt, den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen. Die Interpretation beider Teams war jedoch zunächst eine andere und so lud man, sehr zum Leidwesen der Keeper, jeden auf dem Feld stehenden Werfer zum munteren Scheibenschießen ein. Mit einfachem Ball vorlegen und Durchsprinten konnte der TSV Herrsching sich zunächst eine Führung erspielen (4:2; 3. Min). Da man immer wieder schnell in den Angriff umschaltete, schaffte es die Gastgeber zwar von Anfang an, die Herrschinger Treffer mit seiner schnellen Mitte wieder zu beantworten, defensiv ließ man sich jedoch wieder und wieder auf die selbe Art und Weise übertölpeln. Da Herrsching jedoch nach und nach offensiv einige Fehler unterliefen, gewann man zunehmend Oberwasser und erhöhte beim 5:9 (7. Min) mit gutem Umschaltspiel auf vier Treffer. In der Folge hielt man die Führung zwar zwischen zwei und vier Treffern konstant, es wurde allerdings weiterhin nicht besser in den Abwehrreihen. Viele Tore sind ja bekanntlich schön für die Zuschauer und so sahen sich beide Teams in der Lage, dies bis zum Seitenwechsel auch so fortzuführen. Da insbesondere die Weilheimer Trainer jedoch äußerst penetrant darauf bestanden, auch im Defensivverbund mal Leistung zu zeigen konnte Herrsching noch zu einigen Fehlern gezwungen werden und beim Stand von 9:16 für Weilheim war dann Pause. Sicher gut, denn den meisten Werfern tat hier wahrscheinlich schon der Arm weh. Da kam es den Trainer recht, dass immerhin alle sechs Spieler einen Treffer erzielt hatten und so nun die komplette 2014er-Reihe in den zweiten Durchgang gehen konnte. Was die Abwehr anging galt jedoch klar „Nachmachen verboten“.
Die junge Formation zeigte auch, dass sie dies verstanden hatte. Nur fünf Treffer gelangen den Gästen vom Ammersee im zweiten Durchgang. Die Abwehr wurde besser, verteidigte deutlich ballorientierter und schaffte es, immer wieder über gutes Umschaltschaltspiel zu Toren zu kommen. Beim 10:20 war der Abstand erstmals zweistellig (19. Min). Da die Jungdachse immer wieder zu Ballgewinnen kamen und mit variablem Angriffsspiel weiter das symbolische Gaspedal durchtraten erhöhte man den Abstand immer weiter. Über 12:20,12:26, 13:27 kam man schließlich zum souveränen 14:28-Endstand. Da man satte 11 Torschützen hatte, hieß es schlussendlich 20:39 für die Jungdachse. Hierbei sei auch zu erwähnen, dass alle Akteure, die im zweiten Durchgang auf der Platte standen im nächsten Jahr immer noch in der D-Jugend spielen. Gerade die starke Abwehrarbeit imponierte den Coaches hier merklich, während die älteren Spieler, wenn auch auf Kosten der Defensivarbeit, vor allem ihre Offensivwucht zeigen konnten.
„Das erste Spiel gegen Fürstenfeldbruck lief so, wie wir es im Vorfeld erwartet hatten. Das Duell lief in Phasen ab. Mal hatten wir einen Lauf, mal unsere Gegner. Die Jungs haben echt geil füreinander gefightet und so das Momentum nie ganz zum TuS kippen lassen. Das Spiel gegen Herrsching ist irgendwie dann einfach typisch, wenn du schon weißt, dass du auf dem und dem Platz stehst. Du gibst nicht mehr Vollgas, sondern spielst das einfach mit angezogener Handbremse. Dennoch gewinnen wir verdient mit elf Torschützen. Die Mannschaft tritt einfach wahnsinnig variabel auf, was für uns Trainer vor der Saison das Ziel war. Wir wollten die Anzahl der Schützen nach und nach steigern.“, befand Emil Ganguin zufrieden.
„Das Spiel gegen Bruck hatte für mich zwei Schlüssel zum Sieg. Wir haben einerseits sehr gut als Mannschaft gespielt. Zum anderen war uns klar, dass der TuS aufkommen würde und wir vielleicht mal ins Schwimmen kommen. Die Frage für mich war, wie wir damit umgehen, wenn es dazu kommt. Auch das hat die Jungs nicht umgeworfen. Gegen Herrsching hat mich dann schon gefreut, dass jeder der älteren Jungs mit einem Treffer im letzten Spiel sein Erfolgserlebnis hatte. Die 2014er haben im Anschluss gezeigt, dass wir da auch nächstes Jahr noch viele Jungs mit Potential in der D-Jugend haben.“, so Luca Kessel
Auch insgesamt fällt das Fazit der Coaches positiv aus: „Der erste Platz ist natürlich ein super Abschluss. Wir sind wahnsinnig stolz auf die Jungs und das dürfen sie auf sich selbst auch sein. Die Platzierung ist unserer Ansicht nach aber nicht der Maßstab, um so eine Saison zu bewerten. Anhand der Spiele gegen Fürstenfeldbruck kann man das aber wahrscheinlich tun. Die Spiele in der Vorrunde verlieren wir jeweils deutlich haben nur vier und sieben Torschützen. Im Januar gewinnen wir knapp mit einem und heute mit drei Treffern und haben dabei sieben und neun Toschützen. Das ist eine klare Steigerung und zeigt, dass wir einen recht deutlichen Rückstand auf einen Gegner im Lauf der Saison mehr als aufgeholt haben. Das steht nach unserer Einschätzung symbolisch den Fortschritt dieser Mannschaft. Auch die Stimmung ist super. Die Jungs geben sich automatisch selbstständig Input und feuern sich immer gegenseitig an.“
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