14.05.2026 -
mB im zweiten Jahr in Folge in der Oberliga
B-Jugend erneut in der zweithöchsten Spielklasse des Freistaats
Die D1 hat sich auch beim Turnier in Gröbenzell durchgesetzt. Während man den TSV Murnau klar schlug und auch gegen Biessenhofen das Geschehen weitestgehend diktierte, wurde das Spiel gegen Gröbenzell zum Krimi, den die Jungdachse gewannen. Damit qualifiziert man sich für die Bezirksliga ab September.
In der Trainingswoche gab es noch einiges an Unruhe im Lager der Jungdachse. Am Mittwoch verspäteter Trainingsbeginn in Seehausen wegen Regen und Hagel, da die Jahnhalle wegen Abiturprüfungen zu war, am Donnerstag kurzfristig dann doch wieder Training der Jahnhalle und dazu zehn Ausfälle in Summe in der D1 und D2, die dazu führten, dass man die D2 zunächst außer Konkurrenz meldete und später ganz zurückziehen musste. So trat man mit einem Mix beider Teams in Gröbenzell an. „Das war eine echt stressige Woche für mich. Immer wieder umplanen und hin und herschreiben mit dem Spielleiter. Aber ich glaube, die Lösung am Ende war, leider wie ich finde, die einzig richtige.“, so Trainer Kessel, der noch ahnte, was die verbleibenden Spieler in Gröbenzell mit ihm und seinen Nerven vorhatten. „Hätte ich gewusst, was mich erwartet, wäre ich nicht zum Treffpunkt gefahren.“, scherzte er im Nachgang.
Die viele Unruhe im Hintergrund machte den Spielern zunächst nur wenig zu schaffen. Im ersten Spiel gegen die jungen Murnauer, deutete sich zunächst eine Wiederholung des vorherigen Turniers an. Trotz den vier D1-Spielern, die fehlten, machten die Jungdachse mit den Jungdrachen kurzen Prozess. Zwar konnte Murnau beim Stand von 1:1 (2. Min) ausgleichen. Enger war es aber zu keinem Zeitpunkt der Partie mehr. Die offensive Abwehr machte Murnau zu schaffen, nur selten gelang es ihnen mit erfolgreichen Zweikämpfen hinter die erste Abwehrreihe zu kommen. Beim Stand von 1:10 nur wenig später landete die Time-Out-Karte der Murnauer auf dem Zeitnehmertisch. In dieser Phase eroberten sich die Kreisstädter den Ball fast im 20-Sekunden-Takt, um wenige Augenblicke später erfolgreich per Konter abzuschließen. Ludi, Paul und Vinci, die einzigen drei etatmäßigen Rückraumspieler der D1, pressten die Jungdrachen schon fast in die eigene Hälfte zurück. Nur wenige Male gelangen den Kontrahenten Pässe hinter die Abwehrkette zu den Außenspielern. Und wenn, dann stand zunächst auch Matwej im Weg. Beim 2:12 ging es in die Halbzeitpause, in der das Trainerteam Kessel/Hagenauer vor allem vor den Pässen hinter die Abwehrkette nochmals warnte. Ansonsten wurde durchrotiert. Mit Aron, Tim und Lukas bekam der „D2-Rückraum“ in der zweiten Halbzeit viel Spielzeit. Weiterhin erzwang man durch das sehr ballorientierte Verteidigen zahlreiche Fehler und Fehlpässe der Murnauer. In den Positionsangriff musste man selten gehen. Wenn, konnte man vor allem den eingelaufenen Paul, inzwischen auf der Außenposition, gut in Szene setzten. Die Angriffe, des TSV Murnau, die doch mal durchkamen endeten spätestens bei Michi, sodass die Jungdachse in der zweiten Halb-zeit ohne Gegentor blieben und am Ende mit 2:22 (nach Torschützen 4:29) klar gewannen.
Der souveräne Start ins Turnier in Kombination mit dem souveränen ersten Turnier im Hinterkopf war dann aber vielleicht doch nicht so förderlich. Trotz aller Warnungen, dass Gröbenzell (im Vorjahr immerhin Dritter im Bezirk), stärker sein würde, sollte das Spiel zum Krimi werden. Eine schnelle 2:0-Führung der Jungdachse sollte das höchste der Gefühle sein. Gröbenzell nutzte die Schwächen der Jungdachse durch viel Hinterlaufen oder Einlaufen der Rückraumspieler, sowie das Spiel über den Kreis immer wieder zu guten Torchancen und leichten Treffern Auch die Auszeit der Trainer brachte nichts. Im Angriff war man nun in der merklich ungewohnten Situation, öfter ins Positionsspiel zu müssen. Offensiv war es vor allem Ludi mit fünf Treffern zu verdanken, dass man zur Pause beim 6:6 immerhin noch auf Unentschieden stand. Gröbenzell führte nach Torschützen jedoch mit drei Treffern. Die Situation, dass ein Gegner sich derart wehrt wie die HSG, war für die Jungdachse merklich ungewohnt. Dennoch beruhigte man das Geschehen zur Pause. „Wir haben den Jungs auch gesagt, dass wir jetzt 10 Minuten Zeit haben, um das zu drehen und wir keinen Grund haben hektisch zu werden.“, berichtet Trainer Hagenauer vor der Pausenansprache. Zudem wünschte man sich von mehr Akteuren auf dem Feld, Verantwortung zu übernehmen, da vieles an einem Spieler hing. Auf dem Feld schienen vor allem Vinci und Paul die Ansprache auf sich bezogen zu haben. Mit unbändigem Willen zogen sie auf´s Tor und das Spiel auf Seiten der Jungdachse (10:8, 13. Min). Die Gastgeber, dich sicher in diesem Duell über ihrem normalen Leistungsniveau agierten, stemmten sich bravourös dagegen und ließen sich nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein wahnsinnig ansehnliches, weil auch spannendes D-Jugendspiel. Treffer von Tim und Lukas zum 12:9, brachten mehr Ruhe rein. Und dennoch hätten die Jungdachse vorzeitig alles klar machen können. Auch die anderen Spieler kamen zu guten Abschlusspositionen, ließen die Einwurfmöglichkeiten aber liegen und die HSG nochmal ins Spiel zurückkommen. Die Variante des vierten Rückraumspielers und eine defensivere Abwehr wehrten das letzte Aufbäumen der Gastgeber ab und man gewann mit 13:11 (nach Torschützen 18:17). Während die Spieler den Erfolg feierten, pustete Trainer Kessel einmal tief durch. „Ich muss den Jungs aus Gröbenzell Respekt zollen. Die haben ihr absolutes Top-Spiel gegen uns ausgepackt. Wir können das Mitte der zweiten Halbzeit mit den vielen Chancen, die wir liegen lassen, früher entscheiden. Dennoch war das eine Willensleistung. Die Emotionen haben uns im zweiten Durchgang getragen und so ziehen wir das Spiel auf unsere Seite. Respekt an die Jungs.“
Im dritten Spiel traf man auf die SG Biessenhofen-Marktoberdorf. Im Duell um den Turniersieg gestaltete sich die Partie zunächst ausgeglichen. Tore der SG beantworteten die Jungdachse mit der guten schnellen Mitte direkt. Viele Angriffe bekamen die TSV-Akteure aber auch nicht. Immer wieder lief Biessenhofen nach einem Freiwurf direkt in die Abwehr der Jungdachse hinein, was das nächste Stop-Foul zur Folge hatte. Ballorientiert verteidigen war da nur bedingt möglich, da die TSV-Akteure selten die Gelegenheit hatten, aus dem 9-Meter-Kreis rauszukommen, während die SG sich im selbstgeschaffenen Bollwerk der Jungdachse wieder und wieder festlief. Leider allerdings ließ der Schiedsrichter dies regelmäßig weit mehr als zwei Minuten durchgehen, erkannt zudem bei den wenigen gelungenen Aktionen auf den Ball oftmals kleinlich Fouls der Kreisstädter, während auf der anderen Seite Schubsen in der Luft und andere Vergehen nicht geahndet wurden. „Das hat auch nichts mehr von psychologischem Pfeifen. Man kann bei einer schwächeren Mannschaft mal etwas mehr durchgehen lassen, aber man darf die bessere Mannschaft nicht bestrafen, nur, weil sie besser ist.“, monierte auch Hagenauer. So ging es mit 4:5 für die TSV-Akteure in die Pause, wo Trainer Kessel dennoch versuchte Wegen zum ballorientierten Verteidigen zurückzufinden. Zunächst gelang des auch mit Erfolg und bald darauf führte man mit 4:7 (12. Min) Da die Jungdachse das vorherige Spiel merklich Kraft gekostet hatte, schonte man hier und da noch ein wenig, gab zunächst Paul und später Vinci und Ludi noch die wohlverdienten Pausen und machte nicht mehr als nötig. Die zweite Reihe schaukelte das Spiel dann mehr oder weniger sicher nach Hause und traf zum 5:8 (14. Min). Nach dem nächsten dreiminütigen Angriff erhöhte man zum 5:9 (17. Min). Mit Torschützen gewann man dann 9:15 verdient aber wenig glanzvoll ein eher langsames Spiel, in dem man selbst wahrscheinlich keine 20 Angriffe hatte.
„Wir haben uns in allen drei Spielen in der zweiten Halbzeit offensiv, wie vor allem defensiv gesteigert. Gegen Murnau haben wir das super gemacht und mit der offensiven Abwehr uns immer weiter lösen können. Leider konnten wir daran nicht anknüpfen. Gegen Gröbenzell war das von den Emotionen und dem Tempo super, leider mit zu vielen Fehlern und einer eher schwachen Chancenverwertung. Gegen Biessenhofen haben wir das insgesamt mit guter Abwehr ohne groß in Gefahr zu kommen gewonnen und konnten hier auch die erste Reihe sogar nochmal etwas schonen.“, befand Luca Kessel.
„Wir hatten hier heute eine bunt gemixte Truppe aus D1 und D2. Da ist man natürlich auch nicht ganz so eingespielt, was man speziell gegen Gröbenzell auch immer wieder an den Abstimmungsproblemen gesehen hat. Dazu hat Gröbenzell ein absolutes A-Game ausgepackt und wir waren vor dem Tor nicht so effektiv. Dennoch haben wir das Turnier gewonnen und das ist das Wichtigste, obwohl heute einige etatmäßige D1-Jungs aus der ersten Runde gefehlt haben.“, so Hagenauer.
Damit zieht das Team in die Bezirksliga ein. Trotz dem verlustpunktfreien Abschneiden ist Trainer Kessel sich der Schwere der Aufgabe in der neuen Saison bewusst und bleibt zurückhaltend. „Ich glaube, da sind viele Teams, die eine starke Sommerrunde gespielt haben. Partenkirchen, Fürstenfeldbruck und Ottobeuren sind ebenfalls ungeschlagen. Auch andere Teams wie Landsberg, Alpsee-Grünten oder Unterpfaffenhofen haben gut gepunktet. Das wird eine sehr fordernde Bezirksliga-Saison für uns.“
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