14.05.2026 -
mB im zweiten Jahr in Folge in der Oberliga
B-Jugend erneut in der zweithöchsten Spielklasse des Freistaats
Am Vatertag hatte die B-Jugend ihre dritte und letzte Qualirunde. Mit Siegen gegen München-Ost, Kempten-Kottern und München-Laim machte man bereits nach drei Spielen den Einzug in die Oberliga klar. Damit schafft es die B-Jugend im zweiten Jahr in Serie in die zweithöchste Spielklasse Bayerns.
Mit viel Rückenwind, aber dennoch demütig, reiste die Mannschaft am Donnerstagmorgen nach Metten. Nach zwei Stunden Anfahrt zum Turnier in die Sporthalle in Metten ging es zunächst ins Duell mit dem TSV München-Ost, den man aus der ersten Qualirunde bereits kannte. Die Münchner waren mit einem jungen Team angereist, dass die Kreisstädter vor allem in der Anfangsphase vor Probleme stellte. Die Landeshauptstädter spielten aufgrund der dünnen Personaldecke und vier Spielen vor der Brust lange Angriffe, schafften es, durch ihr geduldiges Angriffsspiel immer wieder zu Chancen zu kommen. Außer beim 2:1 lagen die „Ostler“ zwar nie in Front, die Jungdachse selbst waren ihrerseits im Angriffsverhalten noch viel zu hektisch und vergaben aus teils schweren Positionen einige Möglichkeiten, die Führung weiter auszubauen. Defensiv ließ man sich von den langen Angriffen des Gegners scheinbar immer mal wieder einschläfern und verlor die Körperspannung. So blieb München-Ost bis zum 4:5 auf Tuchfühlung. Kurz vor der Pause steigerten sich die Weilheimer dann doch nochmal und gingen mit einer 4:7-Führung in die Halbzeit. Dort forderten die Trainer, im Angriff wählerischer mit den eigenen Abschlüssen zu sein, sich nicht jede noch so kleine Möglichkeit auf den Torabschluss zu nehmen. Das nahmen sich die Spieler offensichtlich zu Herzen. Die Entscheidung folgte dann Mitte der zweiten Halbzeit. In dieser Phase kassierte man sechs Minuten kein Gegentor und baute die Führung so auf 6:12 (20. Min) aus. So konnte man auch noch etwas durchrotieren, ohne nochmals groß in Gefahr zu geraten und gewann am Ende verdient mit 9:14.
Im zweiten Spiel traf man auf die SG Kempten-Kottern, welche im Vorjahr Meister in der Oberliga vor den Jungdachsen wurde. Da die SG ihr Auftaktmatch gegen Gastgeber Metten verlor, standen die Allgäuer, die mit knapp drei Stunden die längste Anfahrt aller Teams hatten, schon vor dem Aufeinandertreffen mit den Kreisstädtern unter Zugzwang.
Das Spiel startete ausgeglichen. Die Jungdachse legten vor, die Allgäuer zogen nach. Weilheim vergab in der Anfangsphase drei 100%-ige Torchancen, konnte sich jedoch seinerseits auf Keeper Franzi im Gehäuse verlassen. Während es bei der SG der sehr agile Mittelmann war, drückte im ersten Durchgang auf Weilheimer Seite vor allem Emil dem Spiel seinen Stempel auf. Immer wieder kam er zu guten Abschlüssen aus dem Rückraum oder der schnellen Mitte und traf fast nach Belieben gegen die Allgäuer. So konnte man sich beim 8:5 (10. Min) erstmals auf drei Treffer absetzen. Doch die SG war der erwartet schwere Gegner. Immer wieder kamen die Allgäuer mit Schlagwürfen aus dem Rückraum zu Toren. Die Jungdachse waren hier oftmals zu passiv bei der Arbeit im Block und beim Heraustreten. Dennoch gelang nach dem 9:9-Ausgleichstreffer von Kempten durch Tillmann mit der Pausensirene noch der 10:9-Führungstreffer. Doch allen Appellen der Trainer zum Trotz fand man weiter keine Möglichkeit die Abschlüsse der Allgäuer im zweiten Durchgang zu unterbinden, obwohl man die Führung zunächst knapp behielt. Eine Überzahlsituation Mitte der zweiten Halbzeit nutzten die Jungdachse zudem leider nicht gut aus und so sah man sich beim 14:15 plötzlich mit einem Tor im Rückstand. Auch eine weitere Zeitstrafe der Kempener konnte man nicht zur vorzeitigen Entscheidung nutzen. Doch ausgerechnet in eigener Unterzahl machten die Jungdachse dann 30 Sekunden vor dem Ende beim 20:17 den Deckel drauf. Mit 20:18 gewann man schlussendlich sicher nicht unverdient gegen die SG, geriet man doch nur wenige Male in Rückstand.
Nun hatten die Jungdachse gegen den SV München-Laim den ersten Matchball zur Oberliga. Um im letzten Spiel nicht gegen Gastgeber Metten vor voller Halle unter Druck zu stehen, war man bestrebt die erste Chance gleich zu nutzen.
Der Start ins Spiel verlief aber so gar nicht nach Plan. Man leistete sich den Luxus in den ersten vier Minuten gleich zwei Strafwürfe zu verwerfen und scheiterte auch sonst am schon in der ersten Quali-runde starken Laimer Torwart. Erst nach fünf Minuten kam man beim 2:1 zum ersten Treffer, doch wirklich stabilisieren konnte man sich zunächst nicht. Laim drehte nun erstmal richtig auf. Paraden des Keepers und effizientes Angriffsspiel der Münchner führten zum 5:1 für die Landeshauptstädter (7. Min). Doch nun fing sich Weilheim, kassierte vier Minuten kein Gegentor und im Angriff kam man nun Tor für Tor näher, ehe Maxi den Ausgleich zum 5:5 neun Sekunden vor der Pause erzielte. Doch anders als im vorherigen Spiel hatte diesmal der Gegner den letzten Stich und traf mit der Sirene zum 6:5 inklusive Zeitstrafe für Weilheim. Doch offensichtlich schaffte es das Trainer-Trio Ganguin/Köckeis/Kessel die Spieler in der Pause top zu stabilisieren, denn die Jungdachse gingen beim 7:8 (15. Min) erstmals in Führung. In der Folge ging es hin und her bis zum 9:10 (18. Min). Nun wurde die Partie ein Spiegelbild der Anfangsphase, jedoch diesmal mit den Jungdachsen als besserer Mannschaft. Im Tor schlug nun die Stunde von Raphi, der einige wichtige Paraden zeigte und im Angriff postierte man Kreisläufer Jakob gegen die 6:0-Deckung des SV immer wieder auf der linken oder rechten Angriffsseite und schaffte es so, im Innenblock meist einen Spieler zu isolieren. Diese Isolation nutzten vor allem Emil und Tillmann aus. Beim 9:13 (22. Min) schien die Oberliga schon ganz nah zu sein. Die Laimer nahmen ihre Auszeit und die Trainer mahnten, nur nicht überheblich zu werden. Wurden die Kreisstädter auch nicht, sondern man spielten sich eher in einen Rausch. Laim versuchte sich mit einer offensiven Abwehr, die die Jungdachse jedoch kalt ließ und auf der anderen Seite waren die Münchner nicht zu beneiden, denn fast jeder Ball, egal wie frei die Gegner auch standen, wurde eine Beute des starken Raphi. So gewann man mit 11:16 und sicherte sich den Einzug in die Oberliga.
Im letzten Spiel traf man nun auf Gastgeber Metten. Da es für diese noch um den Einzug in die Oberliga ging, forderten die Trainer dennoch ein seriöses Auftreten. Ja keinen Vorwurf gefallen lassen, man hätte sich nicht angestrengt.
Dennoch rotierte man zu Beginn etwas durch, gab allen Spielern nochmals Spielzeit. Die Gastgeber aus Metten führten zumeist knapp, Weilheim blieb mit der 1B-Besetzung stets dran. Und auch diese Spieler konnten Akzente setzten, wie beispielsweise Lasse beim 3:3 oder Leo beim 5:5-Ausgleich. Erst kurz vor der Pause konnte sich Metten beim 7:9 (11. Min) erstmals auf zwei Treffer absetzen. Mit 8:10 ging es in die Pause. In der zweiten Halbzeit herrschte im TSV-Angriff zunächst Flaute. Nur zwei Treffer in acht Minuten und man sah sich plötzlich mit 11:14 im Hintertreffen. Die Weilheimer Trainer stachelten die Akteure nochmals in der Auszeit knapp drei Minuten vor dem Ende an, während man nun Metten zusehends den Druck, nicht verlieren zu dürfen, um nicht gegen Laim ins 7-Meter-Werfen gehen zu müssen, anmerkte. Die Jungdachse kamen Tor um Tor näher. Als Metten dann 53 Sekunden vor dem Ende auf eine 2-Tore-Führung stellte, wähnten sich die Gastgeber sicher. Doch Emil per schneller Mitte und eine offensive Deckung sorgten für eine letzte Minute Drama. Die Gastgeber schienen dem Druck nicht stand zu Halten, schenkten wenige Sekunden nach eigener Auszeit den Ball her und Tillmann traf zum 15:15-Ausgleich. Das reichte immer noch beiden Teams zum Einzug in die Oberliga, doch bei Weilheim galt noch immer: keine Vorwürfe machen lassen, dass man nicht alles probiert hätte. So blieb man in der offensiven Deckung, was Metten das entscheidende Tor zum Einzug bescherte (15:16). Weilheim konterte nochmals mit einer schnellen Mitte, um per Ausgleich noch den Turniersieg zu holen, der Wurf strich jedoch Millimeter am rechten Pfosten vorbei. Die Laimer zeigten sich fair, rechneten es den Jungdachsen hoch an, in der offensiven Deckung geblieben zu sein. Unschöne Vorwürfe gab es noch von Mettener Seite im Hinblick auf „gesundheitsgefährdendes Verhalten“, für was die Weilheimer jedoch nur ein Kopfschütteln übrig hatten.
Damit zieht die mB erneut in die zweithöchste Spielklasse des Freistaat ein und spielt das zweite Jahr in Serie in der Oberliga. Dass vor der Saison viele Leistungsträger altersbedingt in die A-Jugend wechselten und das Trainerteam Emil Ganguin/Leopold Köckeis/Luca Kessel sich in dieser Konstellation auch erst zusammenfinden musste, wertet den Erfolg nochmals auf.
Für Maxi Herbert war es zudem sein vorerst letzter Einsatz in der B-Jugend, da er nun erstmal ins Ausland geht. Im Trainerteam wird sich ebenfalls etwas verändern. Emil Ganguin und Luca Kessel waren als Interimslösung für die Quali eingesprungen und werden sich nun wieder auf ihre eigentliche Aufgabe, die Weiterentwicklung der D-Jugend, fokussieren. Da beide parallel noch selbst spielen, wäre die Betreuung einer weiteren Mannschaft zeitlich nicht machbar. Leopold Köckeis erklärte sich nach dem sehr positiven Einbringen und frischen Wind, den er bereits in die Mannschaft brachte, erfreulicherweise bereit, das Team weiter zu trainieren.
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